Layering

Eine der grundlegendsten Techniken, welche Du bei der Bemalung kennen solltest, ist das Schichten (engl.: Layering). Es ist wirklich die Grundlage für so ziemlich alles und mit ein bischen Übung kannst Du im Anschluss fast jede weitere Maltechnik mit etwas Übung ausführen.

Das Konzept hinter Layering ist simpel. Es wird eine Farbschicht über einer vorhandenen Schicht hinzugefügt, wobei normalerweise ein Teil der vorherigen Schicht sichtbar bleibt, um einen Farbübergang zu erzeugen. Dieser Farbübergang erzeugt Tiefe und Schattierung, um z.B. Lichtquelle hervorzuheben oder um einfach einen coolen Effekt zu erzeugen.

Schattieren und Hervorheben mit Ebenen

Die erste Farbebene, die welche später die Farbe des Schattens sein soll, sollte immer die dunkelste sein. Oftmals kann man hier sogar die Grundierung für verwenden. Trägt die Skulptur z.B. Kleidung, wäre diese Farbebene die tiefste Stelle der Falten. Als Nächstes fügt man eine Farbschicht mit einem helleren Anteilteil dieser Farbe hinzu und trägt diese neben der ersten Ebene auf. Zu guter letzt wird eine noch hellere Schicht hinzu auf den Faltenwurd selbst aufgemalt, welcher z.B. der Lichtquelle am nächsten liegt.

Zu beachten ist auch, dass die Reihenfolge, in der die Farbe auftragen wird, einen Unterschied macht. Wenn Du über eine dunklere Ebene malst, wird die darüber liegende Ebene abgeschwächt. Wenn Du über eine hellere Ebene malen, wird die darüber liegende Ebene aufgehellt. Außerdem gibt es teils gravierende Unterschiede, ob man metallfarbene Ebenen auf z.B. schwarz oder weiß aufträgt. Diese wirken im Nachhinein komplett unterschiedlich. Beides hat Vor- und Nachteile, probier es am besten einmal aus.

Wenn Du also eher gedämpfte Töne und weniger gesättigte Töne erzielen möchtest, solltest Du Deine Schichten über einer dunkleren Farbe aufbauen. Wenn Du hingegen hellere, gesättigtere Farben wünschst, beginne mit einer helleren Schicht und mal zunehmend dunklere Schichten drüber.

Geeignete Pinsel für Layering

Für das Layering benötigst du keinen speziellen Pinsel. Wir empfehlen hierfür jedoch grundsätzlich einen Rundpinsel zu benutzen und für feinere Übergangen einen Rundpinsel mit Spitze bereitliegen zu haben. Die Firma Citadel bietet spezielle Pinsel für das Layering an, wie z.B. den Medium Layer Brush und den Small Layer Brush. Diese haben eine anständige Qualität und sind ausnahmslos zu empfehlen. Letztlich machen diese Pinsel aber auch nichts anderes, als andere Rundpinsel.

Geeignete Farben für das Layering

Wenn wir in unseren Beiträgen von Farben sprechen, gehen wir hier grundsätzlich von Acrylfarben aus. Diese gefallen uns am besten und hiermit haben wir die besten Ergebnisse erzielt. Im Internet gibt es eine Vielzahl an Anbietern, die brauchbare Acrylfarben anbieten. Eine gute Auswahl an Farben wäre alles von Citadel (Games Workshop), Vallejo, Privateer Press (P3) und Army Painter. Das sind alles erstklassige Hersteller, die Ahnung von der Materie haben.

Oftmals bieten diese Komplett-Sets an, sodass man eine große Menge an Farben zum ermäßigten Preis erhält. Bei Vallejo liegen den Koffer-Sets zudem noch gute Pinsel bei. Gerade für Anfänger lohnt es sich, diese Angebote wahrzunehmen und den Grundbedarf an Farben und Materialien abzudecken. 

Die etwas andere Art mit “Washes”

Schonmal von “Washing” gehört? Nicht? Zu allererst: Es hat nichts mit dem Waschen Ihrer Schmutzwäsche zu tun.

Washes sind wässrige, dünne Farben, die sehr pigmentlastig sind. Sie werden benutzt, um bei Skulpturen eine natürlich wirkende Schattierung zu erzielen und auch direkt Highlights zu setzen. Das andere gute an Washes ist, dass sie auch auf natürliche Weise sanfte Farbübergänge erzeugen. Sie sind auch eine großartige Möglichkeit, Farbschichten weniger auffällig zu machen und sie auszublenden.

Das beste: Washing ist eine relativ einfache Methode, die nicht viel Know-How voraussetzt. Ausprobieren lohnt sich! Hier erfährst du mehr zum Washing.