Apoxie

Apoxie Sculpt ist eine 2-Komponenten Modelliermasse die bis zu 3 Stunden nach dem anmischen formbar ist und an der Luft aushärtet. Nach 24 Stunden ist Apoxie komplett ausgehärtet und kann wie ein fester Werkstoff bearbeitet werden. Selbst Arbeiten wie Schleifen, Bohren und Drehen sind problemlos möglich. Apoxie kann, ähnlich Polymer Clay, bereits im Vorfeld eingefärbt und/oder nach dem Aushärten mit Farben angemalt werden. Apoxie ist wasserfest, frostsicher, wiegt nicht viel und hat den Vorteil, dass es beim Trocknen weder schrumpft noch verzieht. Apoxie eignet sich Ideal für Krallen, Augen, Zähne oder ganze Körperteile! Apoxie lässt sich zudem sehr gut mit anderen Clay-Sorten wie Super Sculpey kombinieren, wenn es komplett ausgehärtet ist (Achtung: nicht miteinander kombinieren, während es noch aushärtet!).

Bildhauer, Restauratoren, Miniaturists, Bastler, Handwerker, Schüler und Studenten auf der ganzen Welt verwenden Apoxie Sculpt für Ihre Arbeiten und es ist eine Alternative zu herkömmlichen Arten von Clay. Wir benutzen Apoxie auch gerne, um damit unsere Armatur zu verstärken, indem wir eine dünne Schicht Apoxie auf den Draht modellieren.

Wie wird Apoxie verwendet?

Um Apoxie zu nutzen, müssen einfach beide Komponenten im Verhältnis 1:1 eine Weile zusammenknetet werden, bis eine einheitliche Masse und Farbe entsteht. Da Apoxie nach dem vermischen von Komponente A und B erst nach einigen Stunden komplett aushärtet und steinhart wird, kann während dieser Zeit modelliert und geformt werden. Hat man das gewünscht Ergebnis erreicht, stellt man sein Werk einfach zur Seite und lässt es für einige Stunden in Ruhe.

  • Mischverhältnis der Komponente A / Komponente B: 1:1
  • Bearbeitungszeit: ca. 2-3 Stunden
  • vollständige Aushärtung nach ca. 24 Stunden

Bevor du die beiden Komponenten aus dem Topf nimmst und vermischst, solltest du dir Einweghandschuhe überziehen. Das verhindert, dass die Komponenten in direkten Kontakt mit deiner Haut kommen und dort evtl. Rückstände bilden. Apoxie gilt zwar als unbedenklich und ungiftig, auf Kontakt mit Schleimhäuten, Augen und die orale Einnahme sollte jedoch verzichtet werden. Achte bei der Entnahme der beiden Komponenten darauf, dass keine Rückstände von dem einen Topf in den anderen gelangen. Schon die kleinste Menge im falschen Topf setzt eine chemische Reaktion in Gang, die evtl. das restliche Apoxie auf kurz oder lang aushärten lässt. Aus dem Grund nehme ich immer mit der linken Hand aus dem Topf der A Komponente und mit der rechten Hand aus dem Topf der B Komponente.

Nachdem man die beiden Komponenten im Verhältnis 1:1 entnommen hat, mischt und knetet man diese so lange, bis man eine homogene Masse zu erhält. Je nach Menge kann das schonmal 2-3 Minuten dauern. Das angemischte Apoxie Sculpt kann nun ca. 2-3 Stunden lang bearbeitet und geformt werden. Kurz nach dem Mischen ist Apoxie meist klebrig und neigt dazu, beim glätten zu reißen und raue Stellen zu bilden. Dies kann man verhindern, indem man entweder etwas Wasser oder ganz geringe Mengen Öl auf die Finger bzw. Handschuhe gibt. Ich persönlich lasse Apoxie nach dem Anmischen gerne mal 30 bis 60 Minuten liegen. So hat es eine perfekte Konsistenz und Festigkeit, um weiter bearbeitet zu werden, fast wie Polymer Clay.

Apoxie kann nass oder trocken lackiert und bemalt werden. Ich würde jedoch dazu raten, bis zur vollständigen Aushärtung, welche nach 24 Stunden erreicht ist, zu warten. Nach dem Aushärten ist Apoxie wasserfest und äußerst ressistent, sodass man sogar mit einem Dremel weitere Details hinzufügen oder die Figur bearbeiten kann.

Figuren herstellen in Aves Apoxie Sculpt

Figuren und Skulpturen aus Apoxie Sculpt sind besonders robust und stabil. Sind die Komponenten erst einmal ausgehärtet, braucht es schon sehr starke Einwirkung von außen, um Schäden anzurichten. In der Regel ist eine Figur, welche aus Apoxie gefertigt wurde, um ein vielfaches stabiler und bruchsicherer, als eine vergleichbare Figur aus Polymer Clay.

Beim sculpten verhält sich Aves Apoxie sculpt jedoch etwas anders, wie herkömmliche Modelliermassen. In den ersten 30 Minuten ist Aves Apoxie Sculpt relativ klebrig nach dem anmischen und bleibt sowohl an den Fingern, als auch an sämtlichen Werkzeugen und der Arbeitsunterlage kleben. Aus diesem Grund empfehle ich beim Anmischen der Komponenten und auch in den ersten 30-60 Minuten danach das Tragen von Handschuhen. Für mich hat es sich außerdem als hilfreich erwiesen, Backpapier als Unterlage zu verwenden: Sobald die Armatur oder Figur nämlich ausgehärtet ist, haftet diese nicht an der Arbeitsunterlage oder der Base fest und lässt sich spielend einfach lösen. Einfach das Backpapier abreißen oder abziehen, fertig. Damit das Apoxie nicht an Werkzeug kleben bleibt, kann man diese vorher mit Wasser benetzen. Sollte doch mal ein Werkzeug verschmutzen, empfehle ich es immer mal wieder zu reinigen. Ist das Apoxie nämlich erst einmal ausgehärtet, lassen sich die Werkzeuge nur schwer davon befreien. Im schlimmsten Fall könnt ihr es danach gar nicht mehr verwenden.

In den ersten 10-20 Minuten lässt sich Apoxie zwar gut formen, allerdings neigt die Masse dazu, zu “bröseln” bzw. zu reißen. Das macht das Arbeiten oftmals etwas schwierig. Wenn man nur die Armatur verstärken oder an einer Grundform arbeitet ist das nicht weiter schlimm, möchte man allerdings Details mit Aves Apoxie Sculpt modellieren, sollte man ggf. noch etwas warten.

Aus den o.g. Gründen lasse ich Apoxie Sculpt meist ca. 30-60 Minuten nach dem Anmischen liegen. Nach diesem kurzem Zeitraum verändert sich nämlich bereits die Konsistenz und man kann schon viel besser damit arbeiten, es formen und mit Werkzeugen bearbeiten. Sollte man Probleme beim verblenden haben, also dem Übergang zwischen zwei Teilen, so hilft es, den Finger oder das Werkzeug kurz in Wasser zu tauchen und vorsichtig über die Stelle drüber zu streichen. Das Apoxie wird dann wieder etwas geschmeidiger, löst sich teilweise auf und man kann glatte Übergänge erzeugen.

Ich persönlich finde es realtiv schwierig, komplette Figuren in Aves Apoxie Sculpt zu modellieren. Da die beiden Komponenten nach dem anmischen nur maximal 2-3 Stunden bearbeitbar sind, gerät man evtl. etwas unter Zeitdruck. Das wird vor allem dann passieren, wenn man handwerklich noch Anfänger ist und viel ausprobiert und herumexperimentiert. Hier empfehle ich dann eher auf Polymer Clay wie Super Sculpey und Fimo, oder auf ölbasierende Clays wie Monster Clay und Chavant NSP zu setzen. Diese härten erst aus, wenn man sie backt, sodass man grundsätzlich unbegrenzte Zeit hat und auch nachträglich noch ganz einfach Änderungen an seiner Figur vornehmen kann.

Haltbarkeit und Lagerung

Apoxie sollte in einer geschlossenen Verpackung an einem trockenen Ort zwischen 6 und 28°C gelagert werden. Auch wenn es erst bei Vermischung aushärtet, sollte man es vor äußeren Witterungen und Einflüssen wie Sonnenstrahlen, Feuchtigkeit und großen Temperaturschwankungen schützen. Bei korrekter Lagerung ist es sehr lange Zeit haltbar und verwendbar.

Vorteile

  • geschmeidige Konsistenz, ähnlich Polymer Clay
  • leicht zu mischen und zu verarbeiten
  • wasserdicht
  • keine Schrumpfung und Rissbildung des Materials
  • Bearbeitungszeit von bis zu 3 Stunden
  • selbsthärtend, kein Backen notwendig
  • komplette Aushärtung innerhalb 24 Stunden
  • seidenmatte Oberfläche
  • haftet auf Kunststoff-, Harz-Kits, Holz, Metall, Keramik, Glas, Kunststoffe, Schaum, Fiberglas, & vielem mehr
  • kann geschliffen, gebohrt, geschnitzt, gedrechselte oder in anderer Weise nachbearbeitet werden
  • nimmt Details sehr gut auf

Geeignetes Werkzeug für Apoxie

Um Apoxie zu bearbeiten und Details anzubringen, eigenen sich vor allem glatte Werkzeuge aus Metall, wie z.B. Dental Werkzeuge. Diese sind äußerst robust und lassen sich während und nach der Verwendung zudem sehr gut reinigen. Holzwerkzeuge sind für Apoxie eher ungeeignet, das das Apoxie zu sehr an dem Holz haften würde und das Werkzeug ggf. für spätere Einsätze unbrauchbar macht. Gelegentlich verwende ich noch Silikon Stifte, um z.B. Stellen glatt zu streichen oder Unebenheiten auszugleichen.

Wie bereits an vorheriger Stelle erwähnt, würde ich vor allem in den ersten 60 Minuten das Tragen von Handschuhen empfehlen. Zudem kann es hilfreich sein, sich ein kleines Gefäß mit Wasser hinzustellen, mit welchem man in regelmäßigen Abständen Finger, Werkzeuge und Apoxie benetzen kann. Das macht die Modelliermasse geschmedig und weniger klebrig. Außerdem hilft es die verschmutzten Werkzeuge rechtzeitig zu reinigen, bevor die Modelliermasse aushärtet.