Diorama bauen und modellieren

Wie Dioramen deine Figuren aufwerten und weshalb sie sich lohnen

Du hast also eine Actionfigur von Grund auf neu erstellt und möchtest sie jetzt ins Internet stellen, um sie der Welt zu präsentieren. Oder vielleicht hast Du es satt, dass deine Figuren, die sich im Laufe der Jahre gesammelt haben, nur auf einem überfüllten Bücherregal rum stehen und staub ansetzen.Dann ist es Zeit für ein cooles Diorama, welches Deine Figuren auf ein neues Level bringen.

Eine Actionfigur vor einem einfachen Hintergrund sieht langweilig und öde aus. Wenn Deine Figuren aber in einem Diorama posieren, kannst Du sie wirklich zum Leben erwecken. Sie sehen dann weniger aus wie Gartenzwerge oder Spielzeug, sondern eher wie Figuren aus einem Comic, die zum Leben erweckt werden. Wenn Deine Figuren so professionell wie möglich aussehen sollen und Du sie in Scene setzen, fotografieren und ins Internet stellen möchtest, kommst Du um ein Diorama nicht vorbei.

Ein Diorama zu bauen ist gar nicht so schwer und kostspielig, wie man denken möchte. Man benötigt meistens nur ein paar wenige Materialien (welche oftmals sogar im Haushalt vorhanden sind) und  ein wenig Fantasie.

Die Figur entscheidet über das Diorama

Bevor du dich an ein Diorama setzt, solltest du wissen welche Figur du modellieren möchtest und welche Pose die Figur haben soll. Das ist wichtig, da du während des Modellierens der Figur einen sicheren Halt geben musst.

Als ich mit Batman angefangen habe wusste ich z.B., dass ein Bein angehoben und auf einem Stapel von Totenköpfen abgestützt werden soll. Entsprechend habe ich die Armatur aufgebaut und durch ein zusätzliche Stück Holz stabilisiert bzw. erweitert.

Erst die Figur, dann das Diorama

Ich persönlich bevorzuge es, zuerst die Figur fertigzustellen, bevor ich mit dem Diorama anfange. Das liegt unter anderem daran, da ich anfangs noch nicht weiß, wieviel Platz die Figur auf dem Holzzsockel einnehmen wird. Und wenn die Figur erstmal gebacken ist, wird es kompliziert nachträglich noch etwas zu verändern.

Der runde Holzzsockel auf dem Bild ist später übrigens Bestandteil des Dioramas. Lediglich den zusätzlichen Holzblock, der das angehobene Bein bzw die Armatur beim Modellieren stützen soll, habe ich im Nachhinein ausgetauscht und durch Totenköpfe aus Gips (gibt es günstig auf eBay) und Apoxie als Lückenfüller und Stabilisator ersetzt. Man könnte hier auf auch andere Modelliermasse wie Sculpey, Cosclay und Co. setzen…ich hatte aber keine Lust, das ganze nochmal backen zu müssen.

Beim Diorama sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt

Ähnlich dem Modellieren, ist auch beim Bau eines Dioramas, keine Grenzen gesetzt. Bei dem Batman-Diorama habe ich zusätzlich kleine Steinchen, Gips-Totenköpfe im Maßstab 1:6 und Kunstgras aus dem Bereich des Modellbaus eingesetzt. Neben einer schwarzen Grundierung kamen  als Farben Braun- und Grüntöne zum Einsatz. Die Ziegelsteine neben den Totenköpfen habe ich aus Apoxie gesculptet. Das ganze hat inklusive Bemalung keine zwei Stunden gedauert (von dem Härten des Apoxies abgesehen) und Materialkosten von etwa 15 € verursacht.

Wenn man einmal bedenkt, wieviel das Diorama zu der Gesamtoptik einer Figur beiträgt, so sind das gut investierte 2 Stunden Arbeit bzw. 15 €.

Das Diorama lebt von Details

Ein Diorama kann schnell zum Blickfang werden und von der eigentlichen Figur ablenken. Das ist nicht weiter schlimm, wenn beides perfekt im Einklang ist und ein einheitliches Bild ergibt. Beim Diorama versuche ich immer besonders detailliert zu arbeiten und der Figur eine gute “Heimat” zu geben.