Sculpting-Projekt: Wolverine/Logan

Mein absoluter Lieblingscharakter aus dem X-Men Universum

Die Idee von Superhelden, übermenschlichen Kräften und Mutanten hat mich schon in meiner Kindheit fasziniert. Welcher kleine Junge wollte nicht schon immer mal unsichtbar sein, Feuerbälle mit seiner Hand erzeugen oder Wände hochlaufen können? Stan Lee musste wohl ähnliche Phantasien als Kind gehabt haben und erschuf später im Erwachsenenalter die Marvel Comics mit Superhelden wie Captain America, Hulk, den Fantastic Four, Spider-Man, Iron Man, den X-Men und vielen weiteren Charakteren.

Für mich war Wolverine immer die interessanteste Figur: wild, coole Klingen, die aus den Händen fahren wenn er in Rage gerät und mit Hugh Jackman einfach die beste Besetzung, die man sich für eine Charakter wie Logan hätte aussuchen können. Schon lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, einen Wolverine zu bauen. Leider waren menschliche Köpfe und Gesichter für mich bisher immer eine ziemlich große Hürde, da diese sehr schwer zu sculpten sind und einem alles abverlangen. Mit dem Ergebnis bin ich aber mehr als zufrieden.

Die Armatur für die Wolverine/Logan Figur

Die Pose von Logan sollte aggressiv wirken. Mit weit ausgestellten Armen, einem breiten Stand und aggressiven Gesichtsausdruck. Entsprechend habe ich den Draht in die gewünschte Position gebogen und im Anschluss in ein Holzbrett gesteckt. Damit die Armatur im Laufe der Bearbeitung nicht nachgibt, habe ich eine dünne Schicht Aves Apoxie Sculpt über den Draht gelegt. Sobald dieser nach ca. 3 Stunden ausgehärtet ist, bietet die Armatur ausreichend Stabilität. Im Bereich des Torsos bzw. des Brustkorbes habe ich ein wenig mehr von dem Apoxie verwendet.

Verwendete Materialien für die Armatur

Aves Apoxie Sculpt: https://amzn.to/2E9XtkJ
3mm Aluminiumdraht: https://amzn.to/3h3mKvx
1mm Aluminiumdraht: https://amzn.to/3auZPXm

 

Sculpting Wolverine/Logan

Für die Figur habe ich dieses mal auf unterschiedliche Materialien zurückgegriffen und verschieden Clay-Arten benutzt. Für den Unterkörper habe ich Sculpey Medium bzw. Firm verwendet, für den Oberkörper Papa’s Clay und für Kopf und Hände Super Sculpey Original. Ich hatte mir Papa’s Clay mal zum testen bestellt und dachte, es wäre ein guter Zeitpunkt es zu testen. Leider haben beiden Clay-Arten verschieden Skin-Töne, was man bei der Skulptur sehen kann. Mit einem Wash konnte ich zum Glück die Übergänge etwas verwachsen, sodass es nicht so auffällt. Man hätte theoretisch den kompletten Oberkörper nochmal bemalen können, aber das wollte ich nicht. Für den Kopf habe ich mir übrigens den Korken einer Weinflasche benutzt und diese auf das Stück Draht am Hals gesteckt. Warum das allerdings im Nachhinein keine gute Idee war, erfahrt ihr gleich.

Verwendete Materialien für den Körper

Super Sculpey Medium/Firm: https://amzn.to/2EeyyMD
Papa’s Clay Skin Tone: http://www.modellierbude.de/papasclay
Super Sculpey Original: https://amzn.to/3l1SUdc

 

Das Ergebnis (unbemalt)

Mit dem Ergebnis war ich mehr als zufrieden, sodass ich mich direkt ans Bemalen setzen konnte.

Das Ergebnis (bemalt)

Bemalt sah das ganze dann natürlich nochmal ganz anders aus. Für die Bemalung habe ich auf die Farben von Citadel und Vallejo zurückgegriffen.

Risse beim Backen von Sculpey

Wie ich bereits oben geschrieben habe, bestand der Kern des Kopfes aus einem halben Korken. Anfangs dachte ich, es sei eine gute Idee, da der Korken ideal war, um mit Super Sculpey drüber zu sculpten und dem Kopf eine Form und ein Gesicht zu geben. Was ich nicht bedachte habe ist, dass sich der Korken beim Backen ja ausdehnt. Nachdem ich also die Figur bei 120° Grad für 60 Minuten in den Ofen gestellt habe, wollte ich zur Halbzeit mal einen Blick riskieren und habe einen riesigen Risse entdeckt, der genau durch den Kopf verlief. Im ersten Moment dachte ich schon, dass das gesamte Gesicht abfällt. Dennoch habe ich den Backvorgang abgewartet und es riskiert. Zum Glück blieb alles dort, wo es hingehört. So konnte ich den Riss nach dem abkühlen mit Aves Apoxie Sculpt bearbeiten und füllen.

Tipp: Verwendet keine Materialen beim Backen, die sich ausdehnen bzw. ihre Form oder Konsistenz verändern. Das könnte euer Kunstwerk zerstören.

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